Rezension

Realtime Illusion

N:Force

1997 CD 11 Tracks 55:43
★★★½☆ 6.7/10 (6 Stimmen)
Diese Rezension wurde von Frank Korf verfasst und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).
"Echtzeit Illusion umschreibt den Zustand völliger virtueller Realität. Die Grenzen der Wahrnehmung scheinen unmerklich zu verschwimmen. Traum oder Wirklichkeit? Künstliches Niemandsland."
So steht es geschrieben auf der CD-Hülle zu der dritten CD von Norman Friedenberger alias N:Force, die da Realtime Illusion heißt. Und diese CD bietet so eine Art Soundtrack dazu. Denn weiter:
"Erleben Sie ein außergewöhnliches Klangerlebnis. Treibende Rythmen, mystische Klangtexturen und Sequenzen begleiten Sie auf einer Reise zu Orten weit jenseits der Realität."
"Außergewöhnlich"? Nun ja, in Zeiten, in denen ein großer Teil der EM-Veröffentlichungen immer wieder die gleiche Art von 08/15-Synthi-Gedudel bietet, fällt diese CD schon etwas heraus.
"Treibende Rythmen, mystische Klangtexturen und Sequenzen"? Werbung übertreibt halt für gewöhnlich immer ein bißchen, aber ich denke das kann man stehen lassen.
"Reise zu Orten weit jenseits der Realität"? Tja, das liegt alleine an Eurer Phantasie ;-)

Die Musik ist ein bißchen spacig, die Stücke sind verspielt: Zum einen durch die verwendeten Soundsamples (auch wenn sie wie im Falle der Samples made in Cape Caneveral aus Destination SpaceVault manchmal etwas abgegriffen sind), zum anderen braucht Norman am Anfang einiger Stücke erst mal eine Weile, bis er eine Linie findet, die er weiter verfolgt.

N:Force schnitt bei den j&u