Rezension

Man Mountain

Blue States

2002 CD 12 Tracks 56:47
Diese Rezension wurde von Frank Korf verfasst am 4. November 2002 und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).
Mit seinem Debut-Album "Nothing changes under the sun" machte sich Andy Dragazis, der Kopf hinter Blue States, vor zwei Jahren besonders in England einen Namen. Vergleiche mit Air kamen auf, als "Chillout-King" wurde er bezeichnet. Grund genug einmal in sein jüngst erschienenes, gerade in England auch wieder gepriesenes zweites Album "Main Mountain" reinzuhören.

Wie also hat man sich die Musik von Blue States vorzustellen? Man nehme seine gesamte Cafe del Mar-Sammlung, suche sich die seichtesten Titel heraus und schmiere eine Paste darüber die alle Konturen einebnet und hänge das ganze an einen Gasluftballon damit es auch ja nicht zu schwer ist. Andy Dragazis arbeitet gerne und viel mit akkustischen Instrumenten: Bei den meisten Titeln kommen eine ganze Reihe akkustischer Instrumente wie Cello, Violine, Trompete oder akkustische Gitarre zum Einsatz. An 5 der 12 Titel ist die Sängerin Tahita Bulmer beteiligt - die erinnern mitunter ein wenig an die leichteren Titel von Afterlife.
Es gibt da so einen Gummibegriff der in diesem Falle glaube ich ganz gut trifft: "Easy Listening".

Zugegeben: Wenn man die Scheibe ungefähr ein halbes Dutzend mal gehört hat stellt sich so ganz langsam ein gewisser Wiedererkennungswert bei den meisten Titeln ein - auch wenn das wie bei "Colouration" erst nach ein paar Minuten der Fall ist. Ja, man fängt sogar an einzelne Titel wie etwa "Studio 20" oder den "Season Song" zu mögen - aber nur wenn sie in homöopathischen Dosen verabreicht werden. Was jedoch den Küstler dazu bewogen haben könnte Titel wie "Adrift" auf CD zu pressen vermag ich nicht zu sagen. Insgesamt gilt deshalb für die CD: Gewogen und für zu leicht befunden.