Rezension

Solar Moon

Nautilus

2001 CD 9 Tracks 73:19
★★★★☆ 7.8/10 (4 Stimmen)
Diese Rezension wurde von Thomas Polaschek verfasst am 6. August 2002 und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).
Nautilus, das sind angenehme Gitarrenklänge, weiche Synthi-Sounds und schwebende Rhythmen, die einen die Welt rund um sich vergessen lassen. Was Martin Ludwig, Ralf Obel und Werner Strätz hier produziert haben lädt nicht unbedingt zum Abtanzen ein, vielmehr aber zum richtigen Zuhören und dazu, sich in einer Welt zu verlieren, in der die Harmonie noch in Ordnung ist. Das mag jetzt etwas kitschig klingen, vielleicht ein wenig nach New Age, doch kitschig ist "Solar Moon" keineswegs, auch handelt es sich nicht um Meditationsmusik.

Vielmehr ist angeregtes Träumen angesagt, die Augen schließen und sich treiben lassen, wärend die Musik auf einen Wirkt. Bahnbrechende musikalische Innovationen erwartet man jedoch vergeblich. "Solar Moon" ist solides Handwerk bestehend aus eingängigen Melodien zu elektronik-üblichen Sequenzen, von Zeit zu Zeit eine E-Gitarre und Rhythmen, die einmal mehr in den Vordergrund, ein anderes mal wieder mehr in den Hintergrund driften.

Der eingefleischte Elektronik-Hörer wird sich an Tangerine Dram, Cusco und eventuell auch an Gandalf erinnert fühlen. Die 9 Tracks sind eher überdurchschnittlich lang und laden somit natürlich besonders zum Eintauchen in die Musik ein.

Anspieltipp: Track 8 ("The Rolling Silence Part 2")

Bezug (historisch): www.bscmusic.com