Rezension
Eloquence
Bei den Sängern auf Eloquence, der neuen CD von Hybrid Machine, ist das etwas anders. "software is my feeling, hardware is my brain, i am just a machine, i feel such a shame" trällern Arthur Artificial und Sindy Synthetico im Titel data dreamings '98. Die beiden sind rein virtuell und wurden in 22monatiger Arbeit zum singen gebracht. Und zu schämen brauchen sie sich eigentlich gar nicht: Ob sie nun Cover-Versionen von The Model oder Beeing boiled singen oder einen der neu geschriebenen Songs: Das Ergebnis ist verblüffend und kann sich durchaus hören lassen - auch wenn das ein oder andere Wort mal nicht ganz so deutlich ist. Aber das ist ja bei Menschen eigentlich auch nicht anders. Irgendwie klingen die Machinen, die wie Menschen klingen wollen, zwar wie Menschen, die wie Machinen klingen wollen - aber vielleicht sollte das auch so sein.
Der Mann hinter Hybrid Machine ist Alexander Guelfenburg aus Wien. Nach der bereits viel gelobten ersten CD Debut! ist Eloquence nun sein zweites Werk. Musikalisch bleibt Alex seiner locker-flockigen Linie treu. Die Coverversionen fallen musikalisch keineswegs aus dem Rahmen.
Nicht bei allen Titeln geben Arthur und Sindy ihre Sangeskünste zum besten, einige Titel sind vorwiegend instrumental.
Als Anspieltips seien Track 0010 (für alle Nicht-Maschinen und Nicht-Informatiker: Track 2) kronado de maschino und Track 0111 (oder 7) data dreamings '98 genannt. Und natürlich die wirklich gelungene Umsetzung von the model (Track 0011).
Hybrid Machine verdient sich mit dieser CD auf jeden Fall Bonus-Punkte wegen Originalität. Mich haben Arthur, Sindy und Alex mit dieser Scheibe jedenfalls begeistert. Schade, daß die CD schon nach 44 Minute zu Ende ist.
Zitieren wir doch zum Schluß noch ein wenig Arthur: "If it is there and you can see it, it is real. If it is there and you can not see it, it is transparent. If if is not there and you can see it, it is virtual. If it is not there and you cannot see it, then it is, then it is, then it is gone gone gone...".