Rezension
Secret Dimensions
Nun, zu behaupten, die Musik würde den Hörer in verborgene Dimensionen führen, wäre wohl nicht ganz korrekt. Dafür orientiert sich die Musik zu sehr am EM-Mainstream - dort kann man sie aber getrost ins obere Drittel einsortieren. Die Titel sind allesamt solide gemacht, und auch nach dem 10. Mal noch gut hörbar. In einigen Stücken greift Driftin' Thoughts auf die Stimme von Andrea Hoffmann zurück (z. B. im 19-minütigen Titelstück). Das paßt durchaus ganz gut in die Musik.
Bei Broken Mirrors greift Dirk Radtke (aka Cheiron) in die Saiten seiner Guitarre - womit wir auch schon bei der Heraushebung einiger besonders gelungener Titel wären: Da gehört Broken Mirrors nämlich mit Sicherheit zu. Eine leicht wehmütige Melodie liegt über dem Stück, zunächst rein elektronisch gespielt, dann von der Guitarre aufgegriffen. Gefällt mir sehr gut.
Dann wäre da noch Rain zu nennen: Der Sound, mit dem die Melodie gespielt wird, erinnert an ein Saxophon. Das verleiht dem Stück eine ganz eigene Atmosphäre.
Absoluter Höhepunkt der CD dürfte aber sicher Disguised Illusions sein. Der Titel ist dem ein oder anderen vielleicht schon aus dem Spheric Music-Sampler Colours bekannt. Ein treibender Rhythmus dominiert diesen Titel und rauht die sonst eher seichte Atmosphäre der CD wohltuend auf. In der Beziehung fällt sonst allenfalls noch Serenity aus dem Rahmen, das auch etwas flotter und mit etwas härterem Rhythmus daher kommt.
Fazit: Solide gemachte Musik, die für eine Debut-CD eine sehr ordentliche Qualität aufweist. Der Kauf ist sicher kein Fehler.