Rezension

Digital Entrance

Stefan Erbe

1995 CD 15 Tracks 63:02
Diese Rezension wurde von Frank Korf verfasst und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).
Wer sich gerade auf der Suche nach kosmischer, ruhiger Entspannungsmusik befindet, sollte besser die Finger weglassen von Digital Entrance, der dritten CD des Hageners Stefan Erbe. Wer aber auf der Suche nach etwas flotterer, rhythmischer, tanzbarer EM ist, für den könnte diese CD interessant sein.
"Tanzbar" heißt aber jetzt nicht Techno oder Dancefloor, es ist schon solide EM, die Stefan Erbe hier abliefert. Allerdings sind die Stücke größtenteils sehr drumlastig, versehen mit teils mehr, teils weniger eingängigen Melodien (Titel wie Follow Me oder The Reality of Playing Wargames seien als Beispiele für ersteres genannt). Die Musik zwingt einen schon fast, sich zu bewegen. Allerdings wird das Ganze an einigen Stellen für meinen Geschmack etwas zu eintönig, es ist manchmal zu wenig Abwechlung in den Titeln.
Dabei gibt es sie durchaus, die Stücke, die etwas aus der Reihe fallen. Artificial Rain, Cultures of Electronic Art oder Stargazing: Sauber ausgearbeitete, ruhigere Titel, die etwas in die Richtung von Ron Boots tendieren. Artificial Rain ist neben dem temporeichen Follow Me klar mein Favorit auf diesem Silberling.
Die CD enthält insgesamt 15 Titel, allesamt zwischen 2:52 und 6:56 lang. Digital Entrance ist nicht unbedingt Musik, die man hören kann, wenn man ruhig irgendwo sitzt - aber als Musik im Hintergrund, wenn man eh irgendwas macht, ist sie gar nicht mal so schlecht.