Rezension

Stonehenge for Eternity

Tales

1997 CD 9 Tracks 61:15
★★★★☆ 8.4/10 (10 Stimmen)
Diese Rezension wurde von Frank Korf verfasst und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).
Mit seiner ersten CD Pictures of Asia führte uns Tales ins ferne Asien. Mit seiner neuen CD, Stonehenge for Eternity, geht es weit zurück in die Vergangenheit, in die vor-keltische europäische Kultur. Dort begegnen wir den Geistern der von Steinen, fliegen mit Merlin von Killaraus nach Salibury und beobachten den Tanz der fünf Giganten - musikalisch zumindest.

Hatte Pictures of Asias ein breites Spektrum zu bieten von ruhigen Titeln bis hin zu heftigeren, mit manchmal etwas schräg kreischenden Gitarren, ist die zweite Scheibe von Jean-Luc Hervé Berthelot fast durchweg sehr ruhig. Lediglich bei The flight of Merlin (ja, der von Killaraus nach Salisbury), geht unter heftigem Drum-Einsatz etwas weniger ruhig von statten. Ja, und die Gitarren dürfen beim Abschlußtitel Stonehenge for Eternity ein bisschen für die Ewigkeit kreischen - aber dezent das. Selbst die 5 Giganten tanzen zu eher ruhigeren Klängen. Daß Sunrise und - down sowie Moonrise und -down (übrigens die 2., 3., 4., und 1. Stationssteine) in ruhiger Atmosphäre vor sich gehen, ist überrascht nicht.

Tales mag die analogen, nicht immer ganz glattgeschliffenen Klänge - allein das sorgt schon dafür, daß sich diese CD von Klang von den meisten anderen neueren Veröffentlichungen abhebt. Ruhige Musik ja - aber ohne Weichspüler. Und der gute Mann hat zweifelsohne musikalisch was auf dem Kasten.

Mit dieser CD steigt Tales endgültig in die Gruppe der Leute auf, die ich zur Spitzengruppe der EM-Musiker zählen würde. Wieder eine CD, die ich nur empfehlen kann.

Bezug (historisch): Somewhere in Time Records, Fax: +33 1 4830 3508, Email: sitrec@easynet.fr